Be­hand­lung von
Schluck­stö­run­gen

Schluck­stö­run­gen sind funk­tio­nell oder or­ga­nisch be­ding­te Stö­run­gen der oro­facia­len Mus­ku­la­tur und al­ler am Schluck­vor­gang be­tei­lig­ten Struk­tu­ren. Man un­ter­schei­det die Stö­rung der Nah­rungs­auf­nah­me (Dys­pha­gie) von der iso­lier­ten Form der Stö­rung der oro­facia­len Mus­ku­la­tur (myo­funk­tio­nel­le Stö­run­gen), die oft mit Zahn- und Kie­fer­fehl­stel­lun­gen ver­bun­den ist.

Schluck­stö­run­gen bei Kin­dern

_MG_4111Schluck­stö­run­gen und/oder myo­funk­tio­nel­le Stö­run­gen bei Kin­dern kön­nen zahl­rei­che Ur­sa­chen ha­ben. Sie tre­ten zum Bei­spiel in­fol­ge ei­ner Früh­ge­burt, ei­nem an­ge­bo­re­nem, feh­ler­haf­tem Schluck­mus­ter, dau­er­haf­ter Mund­at­mung oder Dau­men­lut­schen auf. Auch kön­nen Lippen- Kiefer- Gau­men­spal­ten, Hirn­schä­di­gun­gen oder Tu­mor­er­kran­kun­gen die Schluck­funk­ti­on stö­ren.

Ei­ne Stö­rung des Schlu­ckens kann in ver­schie­de­nen Pha­sen auf­tre­ten und äu­ßert sich ab­hän­gig von die­sen in un­ter­schied­li­chen Sym­pto­men. So kann es zum Bei­spiel zum Aus­tritt von Nah­rung oder Spei­chel aus der Mund­höh­le, zu ver­än­der­ter Sen­si­bi­li­tät im Mund­raum oder zu Pro­ble­men beim Nah­rungs­trans­port mit der Zun­ge kom­men. Eben­so kön­nen zu spät aus­ge­lös­te Re­fle­xe und ei­ne ein­ge­schränk­te Kehl­kopf­be­we­gung den Schluck­vor­gang stö­ren und zu Hus­ten, Wür­gen, ei­ner be­leg­ten Stim­me bis hin zum Nah­rungs­ein­tritt in die un­te­ren Luft­we­ge füh­ren. Da dies le­bens­be­droh­li­che Fol­gen ha­ben kann, ist es äu­ßerst wich­tig Schluck­stö­run­gen pa­ti­en­ten­spe­zi­fisch zu be­han­deln so­wie den Pa­ti­en­ten selbst, aber auch das häus­li­che Um­feld über die mög­li­che Nah­rungs­auf­nah­me und die Nah­rungs­kon­sis­ten­zen zu be­ra­ten.

In der lo­go­pä­di­schen The­ra­pie stellt der Auf­bau na­tür­li­cher Be­we­gungs­ab­läu­fe, die Aus­nut­zung von Rest­funk­tio­nen so­wie die Än­de­rung un­güns­ti­ger Be­we­gungs­ab­läu­fe beim Schlu­cken und der Ein­satz von Ess- und Trink­hil­fen ei­nen wich­ti­gen As­pekt dar.

Bei ei­ner myo­funk­tio­nel­len Stö­rung liegt im We­sent­li­chen ei­ne Fehl­funk­ti­on al­ler be­tei­lig­ten Mus­keln im Mund­be­reich vor (Wangen-, Lippen-, Zun­gen­mus­ku­la­tur) und äu­ßert sich meist durch feh­len­den Mund­schluss, ei­ner Vor­ver­la­ge­rung der Zun­ge, die wäh­rend des Schlu­ckens und /oder Spre­chens an oder zwi­schen die Zäh­ne drückt. In­fol­ge des­sen kommt es häu­fig zu Zahn­fehl­stel­lun­gen und Ar­ti­ku­la­ti­ons­stö­run­gen.

Ziel der lo­go­pä­di­schen The­ra­pie ist die Nor­ma­li­sie­rung der Zun­gen­la­ge und die Ver­bes­se­rung der mus­ku­lä­ren Vor­aus­set­zun­gen zur Kor­rek­tur von Zahn- und Kie­fer­ano­ma­li­en so­wie der Auf­bau ei­nes kor­rek­ten Schluck­ab­laufs. Die Mit­ar­beit der El­tern ist von sehr ent­schei­den­der Be­deu­tung, da sie vie­le Übun­gen bzw. ein spe­zi­el­les Trai­ning mit ih­rem Kind sel­ber täg­lich durch­füh­ren müs­sen.

Schluck­stö­run­gen bei Er­wach­se­nen

cft2Schluck­stö­run­gen bei Er­wach­se­nen kön­nen Sym­pto­me ver­schie­de­ner Er­kran­kun­gen, wie Schlag­an­fall, de­ge­ne­ra­ti­ve Er­kran­kun­gen, Tu­mo­ren und De­menz sein. Sie kann ei­ne Man­gel­ver­sor­gung an Nah­rung und Flüs­sig­kei­ten her­vor­ru­fen und be­ein­träch­tigt die Le­bens­qua­li­tät und die Teil­ha­be am so­zia­len Le­ben meist be­trächt­lich.

Ei­ne Stö­rung des Schlu­ckens kann in ver­schie­de­nen Pha­sen auf­tre­ten und äu­ßert sich ab­hän­gig von die­sen in un­ter­schied­li­chen Sym­pto­men. So kann es zum Bei­spiel zum Aus­tritt von Nah­rung oder Spei­chel aus der Mund­höh­le, zu ver­än­der­ter Sen­si­bi­li­tät im Mund­raum oder zu Pro­ble­men beim Nah­rungs­trans­port mit der Zun­ge kom­men. Eben­so kön­nen zu spät aus­ge­lös­te Re­fle­xe und ei­ne ein­ge­schränk­te Kehl­kopf­be­we­gung den Schluck­vor­gang stö­ren und zu Hus­ten, Wür­gen, ei­ner be­leg­ten Stim­me bis hin zum Nah­rungs­ein­tritt in die un­te­ren Luft­we­ge füh­ren. Da dies le­bens­be­droh­li­che Fol­gen ha­ben kann, ist es äu­ßerst wich­tig Schluck­stö­run­gen pa­ti­en­ten­spe­zi­fisch zu be­han­deln so­wie den Pa­ti­en­ten selbst, aber auch das häus­li­che Um­feld über die mög­li­che Nah­rungs­auf­nah­me und die Nah­rungs­kon­sis­ten­zen zu be­ra­ten.

In der lo­go­pä­di­schen The­ra­pie stellt der Auf­bau na­tür­li­cher Be­we­gungs­ab­läu­fe, die Aus­nut­zung von Rest­funk­tio­nen so­wie die Än­de­rung un­güns­ti­ger Be­we­gungs­ab­läu­fe beim Schlu­cken und der Ein­satz von Ess- und Trink­hil­fen ei­nen wich­ti­gen As­pekt dar.